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Happy Size vergibt in der 3. Staffel "Curvy Supermodel" einen begehrten Model-Job. Unsere Experten Elizabeth und Claus waren bei den Dreharbeiten der TV-Castingshow vor Ort und erzählen im Interview, welche Kandidatinnen die besten Chancen auf den Job hatten. Wer Elizabeth und Claus am Ende begeistern konnte, erfährst du am Donnerstag, den 23. August um 20:15 Uhr bei RTL II.  

Haben die Kandidatinnen der Castingshow „Curvy Supermodel“ wirkich das Zeug zum Profimodel? Davon wollten sich die Happy Size Experten Elizabeth und Claus live überzeugen. Ihr Auftrag: Selbstbewusste Nachwuchs-Talente für einen spannenden Model-Job finden.

Gemeinsam mit den „Curvy Supermodel“ Juroren Jan Kralitschka, Jana Ina Zarrella, Angelina Kirsch und Oliver Tienken begrüßen Elizabeth und Claus (im Bild rechts) die Kandidatinnen.

 

Während eines Fotoshootings im Varietétheater „Capitol“ in Düsseldorf durften Elizabeth und Claus die angehenden Models genau beobachten. Mit geschultem Blick und viel Fingerspitzengefühl haben die beiden erkannt, welche Kandidatinnen über echtes Model-Potenzial verfügen.

Die Happy Size Experten

Curvy Supermodel Happy Size

Elizabeth ist Produktmanagerin und kennt die Bedürfnisse von kurvigen Frauen. Es ist ihr ein persönliches Anliegen, Frauen Mut zu machen und ihr Selbstvertrauen zu stärken. „Mode ist die schönste Art, sein Wesen und seinen Gemütszustand zum Ausdruck zu bringen“, sagt sie. Die Nähe zu unseren Kundinnen ist ihr sehr wichtig. Und sie weiß, dass keine Kundin einem Stereotyp entsprechen möchte. Bei der Vergabe des Jobs hat Elizabeth deshalb besonders darauf geachtet, die Kandidatinnen auszuwählen, die durch Individualität und Persönlichkeit überzeugen können.

Curvy Supermodel Happy Size

Claus ist als Happy Size Experte bereits zum dritten Mal in der Castingshow dabei. Neben seinem Job als Content Manager modelt er regelmäßig. Dadurch kennt er die Anforderungen der Plus Size Branche an Models mit großen Größen sehr genau. Und er weiß, welcher Typ Model am besten unsere Plus Size Kollektion präsentieren kann. Bei der Modelauswahl für den Happy Size Job legte er besonderen Wert auf Authentizität und Selbstbewusstsein.

 

Die Anforderungen an ein Curvy Model

Welche Eigenschaften mussten die Kandidatinnen mitbringen, um in die engere Wahl zu kommen?

Claus: Während die Kandidatinnen für ein Fotoshooting probten, haben wir darauf geachtet, wie sie vor, aber auch hinter der Kamera agieren. Wir haben elf Kandidatinnen gesehen und unsere Auswahl für den Happy Size Job getroffen. Besonders wichtig dabei war, dass unsere Protagonistinnen Lebensfreude ausstrahlen und zeigen konnten, dass sie mit Selbstvertrauen zu ihren Kurven stehen. Außerdem kam es darauf an, dass sie nicht nur fotogen, sondern auch telegen sind und sich toll bewegen können.


Liz: Sehr wichtig war für mich die Ausstrahlung der Kandidatinnen. Außerdem eine schnelle Auffassungsgabe und die Fähigkeit zu erkennen, was von der Jury gewünscht ist. Zusätzlich eine gute und professionelle Umsetzung der Aufgaben und natürlich Teamfähigkeit.

Claus: Und noch ein wichtiger Punkt: Unsere Kollektionen starten ja erst bei Größe 42. Einige der Kandidatinnen waren zwar wunderbar kurvig, aber dann doch zu schmal, um in unsere Kollektion zu passen.

Curvy Supermodel Happy Size

Hattet ihr bei eurer Auswahl die gleiche Meinung oder hattet ihr unterschiedliche Favoritinnen?

Claus: Wir hatten unterschiedliche Favoritinnen, aber wir haben uns sehr schnell geeinigt und sind sehr zufrieden mit unserer Auswahl.

Liz: Ja, in der Tat waren wir anfangs unterschiedlicher Meinung. Trotzdem war es Claus und mir gleichermaßen wichtig,  dass wir die richtige Zusammenstellung von Models finden, um Vielfalt zu zeigen.

Liz, du warst das erste Mal bei „Curvy Supermodel“ dabei. Was ist dir aufgefallen, als sich die Kandidatinnen präsentiert haben?

Die Kandidatinnen waren sehr engagiert, aber auch sehr aufgeregt. Der Druck bei der Vergabe des Jobs war für die eine oder andere Kandidatin schon recht hoch. Hinter den Kostümen erkennt man sehr gut die unterschiedlichen Persönlichkeiten. Die eine hat Power, Spaß und Lust, sich zu präsentieren. Die andere ist eher zurückhaltend, hat aber eine ausdrucksstarke Mimik und Gestik. Wir haben für den Happy Size Job ja ganz unterschiedliche Frauentypen gesucht und auch gefunden.

Claus, du hast bisher in allen drei Staffeln Nachwuchs-Models für den Happy Size Job ausgesucht. Was verbindet die Teilnehmerinnen?

Die Kandidatinnen waren alle sehr unterschiedlich was Aussehen, Konfektionsgröße, Figur, Erfahrung und die Einstellung zum eigenen Körper betrifft. Aber es gibt zwei Motive, die ich bei den Teilnehmerinnen herausdeuten kann: Entweder sind die Frauen stolz auf ihren Körper, stehen zu sich und wollen diese Botschaft auch in die Welt hinaustragen. Oder sie haben noch immer Probleme mit dem eigenen Selbstvertrauen und nehmen die Sendung als Chance, sich selbst zu beweisen, dass die Selbstzweifel völlig unangebracht sind.


Sind Castingshows geeignet, Themen wie Bodypositivity, Unterschiedlichkeit und Toleranz stärker in unserer Gesellschaft zu verankern?

Claus: Das sind sie definitiv. Klar wird das Thema nicht immer ganz objektiv und von allen Seiten beleuchtet, denn es geht schließlich um ein Casting und um Unterhaltung. Aber gerade durch eine solche Show wird das Thema immer wieder in die Öffentlichkeit gebracht und diskutiert und das ist sehr wichtig.

Liz: Das sehe ich auch so. Themen wie Bodypositivity bekommen dadurch viel mehr Aufmerksamkeit in der Gesellschaft. In der Plus Size Szene setzen sich ja schon sehr viele Frauen und auch Männer für mehr Vielfalt und Toleranz ein. Aber im normalen Alltagsleben spielen diese Themen leider immer noch eine untergeordnete Rolle.

Viele Frauen würden nie an einem Casting teilnehmen. Was können sie eurer Meinung nach trotzdem von den Teilnehmerinnen lernen?

Claus: Dass es reine Zeitverschwendung ist, sich an stereotypen Schönheitsidealen zu orientieren. Schönheit gibt es auch abseits der gelernten, klassischen Model-Ideale. Jede Frau, egal mit welcher Konfektionsgröße, ist schön, wenn sie sich selbst akzeptiert und zu sich steht. Alleine wenn eine Frau dieses Selbstvertrauen ausstrahlt, ist sie wunderschön.

Liz: So ein Casting ist auch eine Chance, sich seinen Ängsten zu stellen und seine Grenzen auszutesten. Gewonnen hat nicht nur die, die am Ende auf dem Podest steht, sondern auch alle diejenigen, die mutig genug waren, überhaupt am Wettbewerb teilzunehmen. Denn um bei solch einem Casting mitzumachen, muss man erst gegen den „inneren Zweifler“ antreten. Und das lohnt sich immer!

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Mehr über die neue „Curvy Supermodel“ Jury und die Karriere des letzten „Curvy Supermodels“ Hanna Wilperath erfährst du hier.