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Überall Perfektionswahn, digitale Schnelllebigkeit und Körperkult. Wenn dich das stresst, weil du nur noch unreflektiert funktionierst, dann steig doch einfach mit Achtsamkeit aus. Unser Experte Alexander Kopp gibt Anregungen, wie du mehr Achtsamkeit in deinen Alltag integrieren kannst und somit nachhaltig mehr Lebensfreude gewinnst.

Dir wird gerade alles zu viel? Dein Tag ist vollgestopft mit endlosen Terminen, dringenden Entscheidungen und unzähligen Wünschen deiner Mitmenschen? Du hast dieses gehetzte Hamsterrad-Gefühl und fragst dich: Bin das überhaupt noch ich? Und wie kann ich mich aus dieser Situation wieder befreien? Wir möchten dich einladen, darüber nachzudenken und dir zeigen, was du jetzt schon tun kannst: Mit diesen Übungen für mehr Achtsamkeit aus dem Buddhismus nimmst du dir nicht nur wieder etwas Zeit für dich. Du lernst, deine inneren Ressourcen zu entfalten und kommst zu mehr Selbstakzeptanz, Selbstsicherheit und gewinnst nachhaltig Lebensfreude. Und das Beste: Du kannst die Übungen leicht in deinen Alltag einbauen.

Achtsamkeit heißt im Jetzt sein

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Oft belasten negative Gedanken und Emotionen unseren Alltag. Dann ist es an der Zeit, innezuhalten und vor allem – etwas zu ändern, damit wieder Glück und Lebensfreude in unser Leben einkehren kann. Wäre es nicht schön, wenn wir unser persönliches Wohlbefinden stets in uns hätten, und es nicht von äußeren Gegebenheiten abhinge? MBSR-Lehrer (MBSR = mindfulness-based stress reduction) und Achtsamkeitscoach Alexander Kopp aus Köln erklärt, wie das geht: „Das Jetzt wahrzunehmen, ist eines der Ziele von Achtsamkeit, denn im Jetzt findet unser Leben statt.“ Werde dir also immer wieder bewusst, wie du dich fühlst und was du brauchst. Alexander Kopp sagt dazu: „Eigentlich ist es einfach. Man muss sich fragen: Was ist gerade jetzt wichtig?“ Also: Sei ehrlich zu dir und frage dich konkret: Was brauchst du? Was tut dir jetzt gut? Handele danach. Dann bist du im Hier und Jetzt – mit deinen Gefühlen und deinen Bedürfnissen, mit dir selbst verbunden.

So kommst du wieder zu Atem

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Fang mit einer einfachen Übung an: Richte deine Achtsamkeit sanft auf deine Atmung. Setze dich bequem und aufrecht hin, bleibe ganz ruhig und schließe wenn möglich die Augen. „Eine Aufgabe der Achtsamkeitspraxis ist es, sich vom ständigen Strom der Gedanken zu lösen und stattdessen die Aufmerksamkeit auf den Atemvorgang oder die Körperempfindungen zu lenken,“ so der Achtsamkeitscoach. Konkret heißt das: Nimm das Einatmen wahr und das Ausatmen. Spüre, wie der Atem durch deinen Körper fließt. Anfangs wirst du feststellen, dass deine Gedanken schnell abschweifen. Bewerte das nicht, es ist eine Gewohnheit und geht den meisten Menschen so. Lass es gut sein und fokussiere dich wieder auf deinen Atem. Nimm wahr, was das Beobachten des Atems für deinen Körper bedeutet. Wenn du diese Übung täglich für ein paar Minuten machst, wirst du merken, wie gut es sich anfühlt. Einfach weil du mit Körper und Geist bewusst im Hier und Jetzt bist.

Alle Sinne aktivieren

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Auch im Freien kann man Achtsamkeit wunderbar üben – mit allen Sinnen. Gehe nach draußen, wenn möglich in die Natur. Begegne ihr mit Achtsamkeit. Spüre die Sonne auf der Haut oder die Regentropfen auf deiner Nasenspitze. Lass dir den Wind durch die Haare wehen und nimm wahr, wie deine Füße den Boden berühren. Vielleicht findest du Kastanien oder hast Lust, die Rinde eines Baumes mit deinen Fingern zu berühren. Höre das Rauschen der Bäume, den Gesang der Vögel und sieh zu, wie Wolken über den Himmel wandern. Ein kleiner Spaziergang von 10-15 Minuten reicht schon. Für dich. Nimm dir Zeit dafür – und nimm deinen Körper im Einklang mit der Natur wahr.

Achtsamkeit beim Essen

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Auch beim Essen kannst du üben, achtsam zu sein. Nimm dir dazu vor jeder Mahlzeit einen Moment Zeit. Halte inne. Fühle in dich hinein. Bist du hungrig oder hast du Appetit und Lust zu essen? Läuft dir das Wasser im Mund zusammen? Freust du dich auf das Essen? Genieße diese Gefühle, aber warte noch. Schau dir erst einmal genau an, was du gleich zu dir nehmen wirst. Nimm dein Essen mit den Augen wahr. Wie sieht es aus? Welche Farbe und welche Form hat es? Dampft es vor sich hin? Ist es knackig oder fluffig weich? Als Nächstes konzentriere dich auf den Geruch. Welche Aromen riechst du? Duftet es nach frischen Kräutern? Nach exotischen Gewürzen? Gönn dir diese Momente der Achtsamkeit beim Essen und dann – lass es dir schmecken. Ganz langsam und mit viel Genuss. Spüre in Körper und Geist nach, ob das Essen dich genährt hat und ob du zufrieden und glücklich bist.

Du bist ein toller Mensch!

Eine wichtige Achtsamkeitsübung, die man täglich immer wieder üben kann: Versuche deine jetzige Lage möglichst wertfrei wahrzunehmen, statt Herausforderungen zu dramatisieren. Mach dir bewusst, dass du einen guten Umgang damit finden wirst. Lass die schwierigen Gedanken immer wieder los, die im Alltag kommen. Nimm dir für das Nachdenken über Lösungen bewusst Zeit und lasse die Gedanken dann wieder los. Denn deine Gedanken bestimmen maßgeblich, wie du dich fühlst. Also: Sei gut zu dir. Du bist ein toller Mensch – so wie du bist. Du musst nicht die gleichen Wünsche und Ziele haben wie die anderen und du musst auch nicht so sein wie sie. Denn du bist du. Einzigartig und wunderbar. Liebe dich dafür! Erinnere dich immer wieder daran und gehe wohlwollend mit dir um. Finde den Weg, der gut für dich ist – mit Achtsamkeit.

 

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