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Ein Bewerbungsgespräch ist immer und für jeden aufregend. Manch einer sieht sich darüber hinaus wegen seines Gewichts vor besondere Herausforderungen gestellt. Mit der richtigen Einstellung und einer guten Vorbereitung ist es aber halb so wild.

Du hast eine Einladung zum Bewerbungsgespräch? Herzlichen Glückwunsch! Deine Qualifikationen überzeugen also schon mal auf ganzer Linie. Darauf solltest du dich unbedingt fokussieren, wenn sich bei der ersten persönlichen Begegnung mit dem künftigen Chef die Situation plötzlich anders darstellt: Vielleicht wurdest du auch schon mit Vorurteilen konfrontiert oder bist in unangenehme Situationen geraten – einfach wegen deines Aussehens. Wenn dich diese Themen beschäftigen, haben wir hier Tipps, wie du das in dieser wichtigen Situation (und nicht nur da) souverän meistern kannst.

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Gute Vorbereitung muss sein, damit du im Bewerbungsgespräch glänzen kannst. Dazu gehört, dass du dir rechtzeitig die Route zum Unternehmen anschaust. Deinen Lebenslauf kannst du am besten herunterbeten und alle wichtigen Infos die Firma betreffend hast du parat. Es lohnt sich außerdem, sich auf drei Kernfragen vorzubereiten. Denn diese sind in fast jedem Bewerbungsgespräch gefragt. Frage Nummer eins dreht sich um deine Motivation. Hier punktest du, wenn du gut erklärst, warum du dir genau das Unternehmen ausgesucht hast. Frage Nummer zwei dreht den Spieß um. Hier sollst du aus der Perspektive des Arbeitgebers erklären, warum er dich einstellen sollte. Und in der dritten großen Frage geht es um deine Persönlichkeit. Dein Gesprächspartner fragt dich entweder direkt, was dich ausmacht oder er versucht es indirekt herauszufinden, indem er zum Beispiel fragt, wie du in Krisensituationen reagierst.

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Jede Situation meistern

Inhaltlich und organisatorisch bist du also gewappnet. Was aber, wenn Unvorhergesehenes passiert? Was, wenn deine Sitzgelegenheit zu schmal für dich ist? Zunächst gilt: Nicht aus dem Konzept bringen lassen. Und mache dir bewusst: Solche Situationen bringen auch das Unternehmen in eine unliebsame Lage. Welch Chance für dich, mit Social Skills zu punkten, indem du sie souverän für alle Anwesenden auflöst! Du hast mehrere Möglichkeiten. Du entscheidest, welche am besten zu dir passt. Du könntest zum Beispiel einfach mit einem freundlichen Lächeln und ungeniert nach einem alternativen Stuhl fragen. Dazu raten auch Experten wie die Diplom-Psychologin und langjährige Karriereberaterin Kathrin Südmeyer: „So hast du schon alle Pluspunkte auf deiner Seite.“ Wenn du eher der schlagfertige Typ bist, kann auch eine gewitzte Bemerkung wie „Geballte Power braucht ihren Raum“ genau das Richtige sein.

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Diese Situation hättest du gemeistert. Trotzdem kann einem so was natürlich Schweißperlen auf die Stirn treiben. Auch hier: Gelassen bleiben, denn das ist alles menschlich! Dann ein Taschentuch zücken, Schweißperlen wegwischen und unbeirrt weitermachen. Du wirst sehen: Je selbstverständlicher du mit solchen Situationen umgehst, desto entspannter bleibt auch die Umwelt.

Da du dich so souverän geschlagen hast, entscheidet man sich, einen Rundgang durch das Unternehmen mit dir zu machen. Gutes Zeichen! Dein Gesprächspartner läuft dir aber zu schnell und dir bleibt die Luft weg? Du hast jetzt die Möglichkeit, die Flucht nach vorn zu ergreifen und einen flotten Spruch anzubringen: „Ich hoffe, das ist kein versteckter Fitnesstest.“ Oder du bittest einfach höflich darum, einen Schritt langsamer zu laufen. Alles kein Grund zur Sorge. Erinnere dich einfach daran, dass du mit der Lösung solcher Situationen deine Lösungsorientiertheit und Flexibilität live unter Beweis stellst, während die Konkurrenz diese im Zweifel nur im Anschreiben unterbringen kann.

Bleib dir beim Bewerbungsgespräch treu

Diese Situationen kannst du aktiv lenken. Vielleicht hast du aber auch schon offene Anfeindungen in Form von bösen Blicken oder sogar böswilligen Kommentaren erlebt. Das sagt nur etwas über eine schlechte Unternehmenskultur aus und hat nichts mit dir zu tun. Auch Kathrin Südmeyer ist der Meinung: „Das ist ein absolutes No-Go“ und rät dem Bewerber, selbstbewusst darauf zu verweisen, dass „es hier ja um die fachlichen Qualifikationen geht“. Sobald dieses Verhalten deine persönliche Grenze überschreitet, solltest du selbst es dir wert sein, das nicht zu ertragen. Sage offen, aber höflich, dass für dich ein solches Arbeitsklima nicht in Frage kommt. Wenn du dich dem nämlich auf Dauer aussetzt, wird dir das nicht guttun, es kann dich sogar krank machen. Sei sicher, du wirst ein Unternehmen finden, das deine Fähigkeiten und dich als Menschen schätzt.

Ganz wichtig: Dein Styling!

Eine wichtige Frage gilt es, noch zu beantworten: Was ziehe ich an? Denn die Kleiderfrage ist laut unserer Expertin Kathrin Südmeyer ebenfalls Teil der guten Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch. Hier gibt es kein Schema F. Oberstes Gebot in Sachen Kleiderwahl ist: Du solltest dich wohlfühlen und dich nicht verkleiden. Gut sitzende Kleidung ist gerade für starke Persönlichkeiten das A und O. Denn nur so fühlst du dich uneingeschränkt wohl und strahlst es auch aus.

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Passe darüber hinaus deine Kleiderwahl den branchenüblichen Dresscodes an: In einem kreativen oder sozialen Beruf ist es unüblich, im Anzug oder Kostüm zu erscheinen. Auch auf allzu extravagante Outfits solltest du lieber verzichten, wenn du auf Nummer sicher gehen willst. Bewirbst du dich aber zum Beispiel bei einer Bank oder einer Versicherung, darf es gerne der elegante Anzug mit Krawatte oder das Kostüm sein. Wir wünschen dir viel Erfolg!


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