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Modelcamp Marrakesch

Einmal Marrakesch und zurück....

Am 20. April war es soweit: Unsere 10 Nachwuchsmodels flogen für drei Tage zum Modelcamp nach Marrakesch. Dort wurden sie von Laufstegtrainern und Stylisten intensiv auf eine fantastische Fashion-Show vorbereitet: In einem märchenhaft orientalischen Palast bewiesen die Modelanwärterinnen vor einem Publikum aus 100 Happy Size-Kundinnen ihr Talent und präsentierten die aktuelle Happy Size-Sommerkollektion.

Kamerateams und Fotografen begleiten unsere Nachwuchsmodels auf ihrem Weg zum Finale. Hier findest Du einige Bilder, die Dir Einblicke hinter die Kulissen des Modelcamps bieten!

Jamie, eine der zehn Kandidatinnen, die nach Marrakesch mitfliegen durfte, hat für Euch ihre Eindrücke vom Modelcamp zusammengefasst:

Eine Frage wird mir von Freunden und Bekannten in den letzten Tagen öfters gestellt: "Und, wie war Marrakesch?" Meine Antwort formuliere ich dann gerne ganz trocken mit:  "Es war kurz!"  :-) Vollgestopft mit Eindrücken, Erfahrungen, Freude, Spaß, Adrenalin, wunderbaren Leuten und Arbeit ist es einfach unmöglich das gesamte Paket in meinem Kopf auf 3 Tage zu quetschen! Apropos Arbeit: Ich hatte noch nie so viel Spaß bei der Arbeit!

Dabei war ich kurz vor dem Abflug am Frankfurter Flughafen noch der Meinung, mich nie wieder amüsieren zu können. Sagen wir es mal so: Ich halte das Flugzeug NICHT für das sicherste Transportmittel! So kullerten bei mir vorm Flug viele, viele Tränen. Und ohne meine Mitstreiterinnen, die mich wunderbar getröstet haben, hätte ich mich am Flughafen irgendwo versteckt und meinen Koffer allein „Urlaub machen“ lassen.

Der Koffer und ich gingen dann aber doch gemeinsam auf die Reise und erlebten einen wirklich ruhigen Flug. Und nach drei Stunden hieß es: MARRAKESCH WIR SIND DA!

Endlich im Hotel angekommen wurden wir mit dem köstlichsten Pfefferminztee der Welt, Rosen und Musik begrüßt.

Zum Abschluss des Anreisetages gab es dann noch ein großes Abendessen mit Bauchtanz und orientalischer Musik. Danach fielen wir Modelcamp-Kandidatinnen in unsere gigantischen Betten, um ausgeschlafen in den nächsten Tag zu gehen.

Im wahrsten Sinne des Wortes! Denn den folgenden Tag sollten wir nur mit Gehen verbringen: Laufstegtraining! Unerbittlich, immer wieder, aber mit viel Spaß und Kampfgeist. Insgesamt drei Choreographien mussten in meinem Kopf haften bleiben.

Mir die Abfolge zu merken, war das geringere Problem - den meisten "Spaß" hatte ich mit bestimmten Schritten und Drehungen. In Anbetracht meiner Selbst schuf ich das Wort Koordinations-Legastheniker und hatte großes Mitleid mit unserer Trainerin Ingrid Martin-Zick, für die diese wirklich simple Drehung sonnenklar war.

Doch mit viel Geduld und Spucke, wie man so schön sagt, machten dann auch MEINE Füße, was mein Kopf wollte. :-)

Ingrid Martin-Zick wurde 1999 zur ersten "Miss Happy Size" gekürt. Inzwischen führt sie erfolgreich eine eigene PlusSize-Modelagentur und ist selbst als Model sehr gefragt. In Marrakesch trainierte sie die 10 Finalistinnen als Modelcoach und studierte mit ihnen innerhalb von einem Tag 15 Choreographien ein.

Die 10 Nachwuchsmodels mussten unter dem strengen Auge von Ingrid beweisen, dass sie innerhalb kürzester Zeit und unter "Real-Model-Life"-Bedingungen eine anspruchsvolle Choreographie lernen und vor "echtem" Publikum professionell umzusetzen können.

Neben Laufstegtraining und Anprobe der Kollektion für die Modenschau war eines besonders wichtig an diesem Tag: Das Umstylen. Jede von uns durfte sich in die wissenden und kreativen Hände des L´Oréal-Teams von Andreas Ramp begeben und bekam einen frischen, neuen Kopf. Mein Bob erfuhr ein grandioses Facelifting mit einer wundervollen Haarfarbe und dem großartigsten Pony der Welt.

Während bei mir die Veränderungen marginal waren, wurden woanders Welten bewegt:

Marcella stand vor der Herausforderung, sich von ihren geliebten langen Haaren zu trennen und sie gegen eine Kurzhaarfrisur einzutauschen. Es bedurfte sehr viel Zeit, Gefühl und guter Worte bis sie sich entschloss, diesen Schritt zu wagen. Und es hat sich, meiner Meinung nach, wirklich gelohnt. Sieht sie nicht schick aus?

Am nächsten Tag war ein Bademoden-Fotoshooting am Hotelpool angesagt. Vor der Kamera zählt ja jedes Detail. Ganz wichtig ist da natürlich das Gesicht und so begaben sich meine müden Augen und ich wieder in die Hände der L´Oréal Styling-Profis. Mein dunkles Haar bearbeiteten sie so, dass es verspielt in alle Richtungen sprang.

Ganz enthusiastisch und überzeugt von dem entstandenen Look begab ich mich zum Pool, wo das Fotoshooting stattfand. Ganz schnell war mein Make up unter der heißen Sonne dahingeschmolzen. Die Fotos vom Fotoshooting gefallen mir aber sehr gut. Sie haben so einen Retro-Look.

Es hat riesigen Spaß gemacht, auch die Verwandlungen der anderen Mädels zu sehen und bei ihren Fotoshootings zuzuschauen. Ich hätte mich dabei allerdings besser anziehen oder mit Sonnencreme schützen sollen, denn übrig geblieben sind nicht nur die fabelhaften Fotos, sondern auch ein hübscher Sonnenbrand.
Den Abschluss des Shooting bildete ein großartiges Gruppenfoto am Pool, auf dem wir mit der Sonne um die Wette strahlten. :-)

Hier kannst Du Dir von allen Kandidatinnen die Fotos vom Bademodeshooting anschauen:

Fotoshooting-Bilder

Zu diesem Zeitpunkt verspürte ich noch keinerlei Aufregung, auch wenn sich der große Abend der Fashion-Show im orientalischen Palast mit wirklich riesigen Schritten näherte.


Die Fahrt zum Palast, wo die Fashion-Show stattfinden sollte, brachte noch einmal viele Eindrücke, zumal wir von Marrakesch noch gar nicht viel gesehen hatten. Da der Bus nicht direkt vor den Palast fahren konnte, legten wir ca. 10 Minuten zu Fuß zurück. Plötzlich fühlte man die Stadt hautnah, konnte sie riechen und aus nächster Nähe betrachten.

Die Ankunft am Palast war zunächst eher überraschend. Alle haben wir an einen großen Saal mit Laufsteg gedacht. Was wir dann vorfanden war ein großer Saal ohne Laufsteg.
Als ich sah, dass wir auf gleicher Höhe mit dem Publikum laufen würden, war ich umgehend nur noch halb so nervös. Plötzlich hatte das Ganze eine vertraute Atmosphäre und die fühlte sich behaglich an.

Wir bekamen eine Einführung für den Abend und dann ging es sofort los mit der Probe für die Modenschau. Diesmal unter den realen Bedingungen.
Und dabei spürte ich dann langsam die Anspannung steigen. Noch waren die Stühle leer, aber das Ereignis, auf das wir den letzten Tag hingearbeitet hatten, stand nun unmittelbar bevor.

Schuhe wurden anprobiert, das Make-Up aufgelegt und die Haare gemacht.
Trotz der Wichtigkeit des Abends gingen die Lockerheit und der Spaß nicht verloren und das habe ich sehr geschätzt, denn sonst wäre ich verrückt geworden vor Nervosität.


Vor dem ganz großen Knall hatten wir noch ein gemütliches und ruhiges Abendessen. Danach hieß es dann: Vollgas! Das Adrenalin tat sein Übriges. Der Saal voller Zuschauer, die Musik ertönte und wir waren vollgestopft mit Ehrgeiz, Aufgeregtheit und Spannung.

Die Bademode machte den Auftakt der Modenschau und gleich danach waren Anja, Marcella und ich mit urbaner Sommermode dran.

Die Choreographien saßen perfekt und sogar die einst so scheinbar unmögliche Drehung flutschte. Durchgang für Durchgang war ein Knaller und ich hätte am liebsten vor Freude hinter der Bühne geschrien. Es ging alles so wahnsinnig schnell und wenn ich jetzt darüber nachdenke, ist alles zu einer riesigen rosa Blase verschwommen. Wir waren so aufgedreht und alles griff perfekt ineinander.

Bis die Rosenblätter fielen ;-) Es war ein wunderschönes Bild, aber ein halsbrecherisches Unterfangen. Sie waren wahnsinnig rutschig.

Hier kannst Du Dir noch weitere Bilder von der Modenschau anschauen: Modenschau-Bilder
Unter folgendem Link findest Du außerdem das Video zu der Modenschau: Modenschau-Video

Hinter der Bühne fielen wir uns am Ende der Modenschau in die Arme und es kullerten wieder Tränen. Zum einen vor Glück, dass alles so wunderbar gelaufen ist und zum anderen, weil wir wussten, dass nun die große Entscheidung bevor stand. Zwei Kandidatinnen sollten nun von der Jury ausgewählt werden, die nicht mit nach Berlin zum Finale des Modelcontests fahren dürfen.

In einer Reihe aufgestellt warteten wir auf das Urteil sowohl von Happy Size als auch von der Agentur Louisa Models. Jeder einzelne von uns bekam eine individuelle Beurteilung.

Mein Herz klopfte bis zum Hals, denn der Moment der Wahrheit war gekommen... und wir schauten nicht schlecht, als Andrea von Happy Size verkündete, dass alle 10 Mädchen im Finale zur Miss Happy Size 2008 stehen. Unglaublich! Aber wahr!

3 Tage Marrakesch endeten müde aber glücklich im Flugzeug zurück nach Frankfurt.
Als ich abends um 10 am nächsten Tag zu Hause ankam, ließ ich Revue passieren, was ich in den 48 Stunden zuvor erlebt hatte. Dass ich auf einem völlig anderen Kontinent mit 9 anderen Mädchen und der Hilfe von unglaublich wunderbaren Menschen etwas wirklich fabelhaftes vollbracht hatte. Und nicht zuletzt beeindruckte mich, dass ich an einem Tag mindestens 3000 Kilometer per Bus, Flugzeug, Bahn und Auto gereist war. Mit einem Kopf voller neuer Erfahrungen, meinem Koffer voller Model-Dasein und dem Ticket fürs Finale in der Tasche. :-)


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